Mein instinktiver Rohkostweg 3


Ich lebte ja bislang schon seit Jahren vegan und zu einem hohen Prozentsatz roh. Das entsprach bislang meinen Bedürfnissen und hat sich so eingependelt.

Unter der Woche sah das in etwa so aus:

  • vormittags: 1 Matcha Latte mit Reismilch & ca. 1 Liter frischen Smoothie
  • mittags: 1 grosse Schüssel Salat mit 2 Scheiben Brot
  • nachmittags: Ein Glas Match’O & 1-2 Tassen koffeinfreier Kaffee mit Reismilch (just for the taste)
  • abends: 1 grosse Schüssel Salat oder 2 Teller Rohkostsuppe aus meinem Mixer mit 2 Scheiben Brot.

Am Wochenende gab’s dann abends Kochkost anstatt Salat oder Suppe und sonntags zusätzlich noch ein Frühstück mit selbstgebackenem Zopf, Scrambled Tofu, leckeren Hummus und süssem Aufstrich.

Vor ein paar Tagen habe ich dann die Faxen dicke gehabt. Ich fühlte, dass das so für mich nicht mehr geht.  Meine Ernährungsform war toll, aber befriedigte mich nicht mehr vollends. Zeit sich weiterzuentwickeln, dachte ich bei mir und bestellte mir meinen Entsafter.

Als dieser dann eintraf, hab ich kurzum 3 Tage lang mit frisch gepressten Säften gefastet,um damit meinen Körper etwas aufzuräumen und vor allem zu entgiften. Das war körperlich gesehen easy, denn ich hatte zwar Entgiftungserscheinungen (z.B. abends Kopfweh an den ersten beiden Tagen), aber war ansonsten topfit und mental leistungsfähig. Nach 3 Tagen konnt ich allerdings keinen Saft mehr sehen, weshalb ich dann aufhörte.

Eine Anleitung zum Saftfasten, meine Rezepte und Erfahrungen kannst Du hier nachlesen.

Und wenn Du schon 3 Tage nur Saft, Wasser & Tee trinkst machst Du auch gleich weiter mit „aufräumen“. In den 3 Tagen des Fastens klärte ich für mich, wie ich mir meine Rohkosternährung vorstellte. Was wirklich für den Körper & die Seele (die ja mitgefüttert wird) Sinn macht.

Ich werde mich bei meiner Ernährung von meinem Instinkt leiten lassen. Ich strebe also eine instinktive, rohvegane Ernährungsweise an.

Was genau kannst Du Dir nun darunter vorstellen?

Mit instinktiver, rohveganer Ernährung will ich die Nährstoffbedürfnisse meines Körpers optimal erfüllen. Noch deutlicher: Ich will in Bezug auf meiner Ernährung ein optimales Gleichgewicht erreichen. Zu diesem Zweck werde ich auf meinen angeborenen Ernährungsinstinkt hören, der sich über den Geruchs- und Geschmackssinn äussert.

Werde ich zu 100% nur noch Rohkost essen?

Vegane Rohkost sind für mich alle pflanzlichen Nahrungsmittel, an die der Mensch genetisch angepasst ist und die in der Natur frei beschaffbar sind. Aber esse ich zu 100% so? Nein. Mach ich nicht. Ich nehme auch Nahrungsmittel zu mir, die nicht roh, aber dennoch wertvoll für meinen Körper sind. Ich glaube nicht an den Grundsatz „Hauptsache roh„, den man oft aus den extremen Rohkostkreisen hört. Das würde für mich nicht ewig funktionieren und ich bin fest davon überzeugt, dass dies auch gesundheitliche Nachteile nach sich bringen würde.

Ich geb‘ Dir ein Beispiel: Kidneybohnen sind keine Rohkost. Roh sind sie ungenießbar. Sie gehören aber zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt. Sie liefern jede Menge pflanzliches Protein und Ballaststoffe. Mit rund 150 mg Magnesium pro 100 g sorgen Kidneybohnen für starke Nerven und gesunde Muskeln. Also warum sollte ich auf diese Nährstoffbombe im Salat verzichten?

Oder mein geliebter Matcha Tee. Der ist auch keine Rohkost, da die Teeblätter gedämpft werden. Verzichte ich deshalb auf dieses wundervolle Lebensmittel mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen? Im Leben nicht!

Wie Du siehst, betrachte ich meine Nahrung instinktiv & logisch. Ich esse und trinke auch nichts, nur weil es gesund ist. Es muss mir schmecken! Kann ich Geruch oder Geschmack nicht leiden, dann braucht mein Körper es in der Form nicht und dann nehm‘ ich es auch nicht zu mir. Ganz einfach. In der Natur siehst Du schliesslich auch keinen Ochsen vor ’nem Busch stehen & grasen, wenn seine Sinne ihm mitteilen, dass es ihm nicht taugt.
Meine Hauptnahrung besteht aus:

  • Obst & Gemüse
  • natürliche Fette aus Avocado, Kokosnuss, Nüssen & Samen (z.B. Chia & Leinsamen)
  • frisch gepresste Säfte, Kokosnusswasser und frisch gemixte Smoothies zum Frühstück
  • frische Kräuter & Gewürze
  • anstatt gebackenem Brot gibt’s (zumindest
    in der Übergangszeit- evtl. brauch ich’s irgendwann ja nicht mehr…) Rohkostbrot oder Rohkostcräcker
  • Matcha Tee
  • Kräutertee
  • Wasser

Und aus all diesen Nahrungsmitteln, kann ich mir die leckersten & nahrhaftesten Gerichte zaubern. Dabei brauch ich auf gar nichts verzichten! Selbst Pizza & Pasta geht roh ganz köstlich.

Nibby Smoothie Bowl

Also bin ich jetzt Rohköstler oder nicht?

Nein. Rohköstler bin ich per Definition, wenn ich mich zu 100% von roher, unverarbeiteter Kost ernähre. Vielleicht werde ich das irgendwann. Wer weiss das schon? Jetzt bin ich erstmal 99%ige Rohköstlerin.

Ich werde berichten, wohin die Reise geht. Bis dahin gehab Dich wohl &

liebste Grüsse,

Deine Nicole

 

 


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3 Gedanken zu “Mein instinktiver Rohkostweg

    • thevegancoach Beitragsautor

      Liebe Astrid. Die Newsletter Anmeldung ist auf jeder Seite links oben. Aber Du hast recht- evtl. ist dies leicht zu übersehen. Ich habe soeben noch in den Fussbereich eine Möglichkeit zur Eintragung eingefügt. Danke für den Hinweis & LG aus der kalten Schweiz,
      Nicole.