Matcha – der Schatz Japans


matcha latte veganWas ist Matcha Tee

Matcha (japanisch für: gemahlener Tee) ist ein traditionelles, leuchtend grünes Getränk aus Japan und besteht aus gemahlenen Grünteeblättern. Weil Matcha kein Tee-Aufguss ist, sondern ein Extrakt aus dem ganzen, frischen Teeblatt, ist der Anteil seiner wohltuenden Inhaltsstoffe um ein Vielfaches höher als bei gewöhnlichem grünen Tee. Richtig gelesen: bei Matcha rührst Du das ganze Teeblatt in Dein Getränk. Dieser wirkstoffreiche Tee erfreut sich zunehmender internationaler Beliebtheit, obwohl im Ausland noch wenig davon verkauft wird. Der Grund, weshalb nur rund 4% des gesamten Matchas Japans exportiert wird, liegt ganz einfach in seiner wirklich aufwendigen Produktion.

Wo wird Matcha angebaut?

Wenn Du Matcha Tee kaufst, solltest Du unbedingt darauf achten, woher er stammt. Denn Matcha ist nicht gleich Matcha. Bekannte Anbauregionen für Matcha in Japan sind vor allem Uji (Kyōto) mit der wirklich besten Qualität, Nishio (Aichi) und Kagoshima mit einem durchaus gutem Preis-/Leistungsverhältnis. In Europa und den USA bekommst Du mittlerweile massenhaft Matcha der untersten Qualitätskategorie. Sie werden günstig eingekauft und mit hoher Marge am Markt veräußert. Sie schmecken bitter und tun rein gar nichts für Deinen Körper.

Mittlerweile wird auch viel Matcha in China angebaut, wobei Du hier einige gute, Bio-Matchasorten ergattern kannst. Sie eignen sich durchaus für Deine Smoothies, Eiscremes oder Backwerke.

Wie wird Matcha angebaut?

Ca. drei bis vier Wochen vor seiner Ernte werden die Tencha-Plantagen mit dunklen Netzen verdeckt. Diese spezielle Überschattungstechnik bewirkt, dass das Sonnenlicht um 90% von der Teepflanze ferngehalten wird. So vom Tageslicht versteckt, kompensiert die Teepflanze den Verlust der Sonnenstrahlen mit einer besonders intensiven Produktion von Chlorophyll, das Teeblatt baut mehr Aminosäuren auf und gibt später einen zarten, süßlichen Geschmack ab. Genauso muss das sein.

Nach der Ernte wird der Tencha Tee mit handgefertigten Granitsteinmühlen zu Matcha gemahlen. So eine Steinmühle mahlt pro Stunde nur 30-40g Tee, soviel ist etwa in einer Dose Matcha enthalten. Aber genau diese Granitsteinmühle ist auch im 21. Jahrhundert noch ein notwendiges Instrument, um die äußerst empfindlichen Tencha-Blätter zu Matcha zu vermahlen. Nur so können während des Mahlens die Farbe, der Geschmack und das Aroma erhalten bleiben. Und deshalb werden sie auch nicht durch andere Produktionswege ersetzt.

Welche Inhaltsstoffe finde ich im Matcha?

Im wesentlichen verfügt Matcha über die gleichen Inhaltsstoffe wie die Teesorte Tencha, aus der das Pulver meist gewonnen wird. Dabei hat er weniger Gerbstoffe und dafür besonders viel:

  • Koffein/Teein (30mg/g Matchapulver auf eine 80ml Schale)
  • Aminosäuren, insbesondere L-Theanin. Theanin macht fokussiert wach, reaktions- und aufnahmefähig. Es wirkt im grünen Tee zusammen mit dem Teein, sorgt aber zugleich für Entspannung und hellt die Stimmung auf. Theanin kann eine Rolle bei der Prävention oder der Behandlung von Schlaganfällen, Alzheimer oder Parkinson spielen.
  • Catechine (Flavonole oder Bitterstoffe); Sie wirken als starke Antioxidantien, schützen unter anderem vor den Folgen unserer UV-Strahlung, hemmen Deine Hautalterung und dienen Deinem Zellschutz. Catechine regulieren Deinen Cholesterinhaushalt und verhindern die Bildung der berüchtigten Gefäß-Plaques, die für z.B. für Arteriosklerose verantwortlich sind. Möglicherweise können sie also Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson vorbeugen, die durch Gefäß-Plaques entstehen. Zudem wirken Catechine gut gegen Erkältungen oder Magen-Darm-Infektionen, ohne die natürliche Darmflora zu beeinträchtigen. Vor allem das Epigallocatechin-Gallat, kurz EGCG ist hier zu erwähnen, weil seine Wirkung in der Krebsprävention dokumentiert ist. Matcha bildet besonders viel davon, da er im Halbschatten wächst. Matcha hat einen der höchsten ORAC-Werte aller Lebensmittel.
  • Chlorophyll
  • Proteine (31mg)
  • Calcium (4,2mg)
  • eine hohe Menge an Eisen (10-17 mg Eisen / 100g)
  • Kalium (27mg)
  • Vitamin A (Beta-Karotin)
  • Vitamin B1, B2, B3 (Niacin)
  • Vitamin E
  • Vitamin K
  • eine kleine Menge an Vitamin C

Wie bereite ich Matcha zu?

Traditionell wird Matcha in der Teezeremonie zubereitet – er ist der Tee der berühmten japanischen Teezeremonie, die um das Jahr 1570 vom Zen-Meister Sen-no-Rikyu etabliert wurde. Die Teezeremonie ist von vier Grundprinzipien geprägt:

  • Harmonie (wa)
  • Respekt (kei)
  • Reinheit (sei)
  • Stille (jaku)
Das aber nur zur Info am Rande.
Willst Du den Matcha als Teegetränk richtig zubereiten, dann wird’s so gemacht:
  1. Frisches, möglichst weiches Wasser (gerne gefiltert) kochen
  2. Das Wasser auf rund 80°C abkühlen lassen (z.B. Wasserkocher öffnen, 10 min. warten oder das Wasser 4-5 Mal in ein anderes Gefäß umfüllen – bei jedem Umfüllen verliert Wasser ca. 4-5° Celsius.)
  3. 1 g Matcha Tee ( ½ Teelöffel) in eine Matcha-Schale geben
  4. Mit ca. 80 ml Wasser (80°) aufgießen
  5. Den Tee mit einem Bambusbesen schaumig schlagen. Dies dauert ca. 15 Sekunden.
Ich persönlich trinke Matcha 2x täglich -morgens als Matcha Latte und nachmittags als Match’o.

Zubereitung Matcha Latte:

  1. 1 TL Matcha in eine Schüssel geben und mit einem Bambusbesen in etwas Pflanzenmilch einrühren
  2. In einem kleinen Topf 1 Tasse Pflanzenmilch (ich nehme gerne Reismilch, wegen der natürlichen Süsse) erwärmen.
  3. Die Matcha-Milch-Mischung in die bereits warme Pflanzenmilch im Topf einrühren.
  4. eine Prise Vanille (gemahlen) dazugeben
  5. nach belieben süssen (z.B. mit Dattelnektar)
  6. geniessen
Zubereitung Match’o:
  1. 1 TL Matcha in eine Schüssel geben und mit einem Bambusbesen in etwas kalten, frischen Orangensaft einrühren
  2. nachdem der Matcha im O’Saft aufgelöst ist, die Matcha Mischung in ein Glas O-Saft geben
  3. umrühren
  4. geniessen

Wie Du siehst, ist Matcha recht vielfältig einsetzbar. Dies sind meine beiden Lieblingsvarianten. Als warmer Tee ist er keine Option für mich. Aber probier Du es gerne aus. Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Haltbarkeit und Aufbewahrung von Matcha

Das sehr fein vermahlene Teepulver verliert schnell seine Frische und seine volle Wirkung. Matcha sollte also möglichst frisch gekauft und verzehrt werden. Ich persönlich kaufe nur Matcha, der in einer Dose verpackt daher kommt. Tüten & Co. kommen mir nicht in’s Haus.Der größte Feind des Matcha ist Licht. Bewahre Matcha daher immer so auf, dass möglichst kein Licht an das Pulver kommt, sonst verliert er seine Wirkung.Matcha mag auch keine Wärme. Temperaturen über 25 °C bewirken fast das Gleiche wie Sonnenlicht. Ich bewahre meinen Matcha im Kühlschrank auf, luftdicht verschlossen, damit er nicht austrocknet oder fremde Gerüche annimmt. Zur Zubereitung nehme ich ihn nur kurz aus dem Kühlschrank, denn er mag auch keine Temperaturschwankungen. Ich belasse ihn stets in der Original-Herstellerdose.

Bezugsquellen Matcha Tee

Ich kaufe immer Attila Hildmann Matcha der Firma Kissa. Den bekommst Du auch über seinen eigenen Shop, wo direkt etwas vom Gewinn aus dem Tee, in die Ausholzung des Regenwaldes gespendet wird. Die Herkunft und Reinheit des Tees ist klar deklariert und attestiert frei von Pestiziden und Radioaktivität. Alle Zertifikate sind auf seiner Webseite offen einsehbar.

Zudem ist dieser Matcha, der beste den ich getrunken habe und glaub’ mir, ich habe sie alle probiert- die ganz Günstigen und die ganz Teuren. Der von Kissa ist der Beste und logischerweise auch frei von allem Schädlichen, wie Du hier lesen kannst. Die Farbe des Matchas, das Aroma, die Reinheit und die Wirkung- alles passt. Das ist mir extrem wichtig und deshalb kaufe ich dort. Selbstverständlich sind die Geschmäcker verschieden und Du solltest Dich ruhig mal durch verschiedene Produkte durchtesten.
Ich wünsche Dir, dass Matcha Dir viele, neue Geschmackserlebnisse bringt, Deine Gesundheit fördert und Dich vor allem vom Nervengift Koffein wegbringt.
Alles Liebe und viel Spass beim Testen,
Deine Nicole

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